Angesichts des jüngsten Amoklaufs in Winnenden – den ich in keinster Weise gutheißen oder verharmlosen will – stürzen sich Politiker und Medien natürlich auf die Suche nach den Ursachen.
Was bietet sich da an, als mal wieder die sogenannten „Killerspiele“ herzunehmen.
So schreibt z.B. der SWR heute:
(von http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4600618/9ja3jt/index.html)
Ich selbst spiele auch gelegentlich solche Spiele. Allerdings nicht um zu „üben“ oder mich einzustimmen, wie es in der Presse gelegentlich den Eindruck erweckt, sondern ganz im Gegenteil, um
Frust abzubauen.
Nach ein paar Runden eines solchen Spiels – bei dem man übrigens sehr gut zwischen dem Spiel-Frag [Szene-Begriff für das Besiegen des Gegners mit dem Bewusstsein, dass seine Runde neu starten wird] und dem Töten im richtigen Leben unterscheiden kann – ist der Kopf erholt und war ein wenig „raus aus dem Alltag“. Nichts weiter.
Auch die
Zeitung Bild schreibt selbstverständlich über die Tat und die Hintergründe.
Erst letzte Woche hat
Bild eine Rüge des deutschen Presserats bekommen, weil sie den Opfer/Täterschutz wiederholt missachtet hat (
Pressekodex), und schon macht sie weiter:
(von http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/12/winnenden/brief/motiv-fuer-das-massaker.html)
Wer genau hinschaut, erkennt während dem Laden des nächsten Bilds in der Diaschau sogar den "alt-Text" der Bilder: Dort steht gleich der
ganze Nachname ausgeschrieben!